Hierzu muss man wissen, dass es außer der „klassischen“ Bandsäge für Holz auch eine Ausführung gibt, die sich Metallbandsäge nennt. Im Gegensatz zur stehenden Bandsäge für Holz wird die Bandsäge für Metall zumeist horizontal betrieben. Natürlich hat auch die Metallbandsäge die typischen Merkmale, wie zwei Umlenkrollen und einen Antrieb. Aber sie hat noch mehr technische Eigenschaften, die eine Holzbandsäge nicht mitbringt. Die Führungen für das Band sind anders ausgelegt; die Bandspannung wird hier über entsprechende Indikatoren viel exakter angegeben. Und viele dieser Metallbandsägen bringen auch eine Möglichkeit zur Kühlung des Schnittes mit, was gerade bei Vollmaterial die Standzeit eines Sägebandes sehr stark erhöht.
Das Sägeband wird in der permanenten Rotation um die Umlenkrolle immer wieder gebogen und wieder gerade gezogen. Wer schon einmal – aus Langeweile, zum Zeitvertreib oder aus anderen Gründen – Metall mehrfach geknickt und wieder gerade gebogen hat, weiß: Das führt zum Bruch. Je nach Metall und Radius kann man aber durchaus Metall biegen und wieder gerade ziehen, ohne die Molekularstruktur so weit zu schädigen, dass es zum Bruch kommt. Und im Bezug auf die Bandsäge ist das dann die Umlenkrolle, bzw. deren Radius/Durchmesser.
Per Faustformel sagt man, dass das Sägeband nicht dicker sein sollte als 1/1000 der Umlenkrolle. Die dünnsten Bänder für die Holzbearbeitung beginnen schon bei einer Bandstärke von 0.36 mm. Gemäß o.g. Umrechnung kommen wir auf einen Durchmesser der Umlenkrolle von 36cm. Dies entspricht, mehr oder weniger, den Umlenkrollen von kleinen Bandsägen, die am ehesten bei Heimwerkern anzutreffen sind; kleine Maschinen die auf der Werkbank aufgestellt werden. Somit ist das Band aus Kohlenstoffstahl für die Holzbearbeitung sehr gut für die kleinen Sägen geeignet.
Wenn ich jedoch ein M42 Sägeband kaufe, so beginnen hier die Bandstärken bei 0.65 mm – und erfordern, gemäß o.g. Umrechnung, eine Umlenkrolle von 65cm. Dies ist eine Größe, die schon bei mittleren Holzbandsägen selten anzutreffen ist – eher im Bereich der professionellen Maschinen, die die wenigsten Heimwerker ihr Eigen nennen können.
Wie beschrieben führt die Nutzung eines zu dicken Sägebandes auf einer zu kleinen Umlenkrolle zu dessen vorzeitiger Zerstörung durch Materialermüdung – das Band reißt.
Auch die fehlende Möglichkeit der korrekten Führungseinstellung, wie sie ein Metallsägeband benötigt, und ebenso die mangelnde Möglichkeit zur korrekten Bandspannung tragen zum vorzeitigen Verschleiß bei. Nicht zu vergessen – die fehlende Möglichkeit, mit Kühlmitteln den Schnitt zu kühlen.