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Alles rund ums Brennholz: Holzarten, Trocknung und die richtigen Werkzeuge

Alles rund ums Brennholz: Holzarten, Trocknung und die richtigen Werkzeuge

Nicht erst seit den steigenden Energiepreisen für fossile Brennstoffe steigt die Nachfrage nach Holz als Heizmittel. Im Eigenheim oder in ländlicheren Gebieten ist es eine gerne gesehene und genutzte Möglichkeit, wohlige, angenehme Wärme ins Haus zu bringen.

Was ist Brennholz?

Grundsätzlich kann jedes massive und unbearbeitete Holz als Brennholz genutzt werden. Hierzulande haben sich Harthölzer, namentlich Buche und Eiche, als hauptsächlich dafür genutzte Holzarten manifestiert. Diese werden von den Schornsteinfegern empfohlen und haben einen hohen Brennwert. Gesetzlich vorgeschrieben ist eine maximale Restfeuchte von 25 %, empfohlen wird eine maximale Restfeuchte von 15 %. Werden diese Werte überschritten, sinkt die Heizleistung exponentiell und der Ausstoß von Feinstaub und Rußpartikeln steigt massiv an.

Jedoch werden in anderen Ländern, die reich an Nadelhölzern sind – z. B. in Skandinavien – gut und gerne auch Tanne und Fichte als Brennholz genutzt. Diese wachsen schnell und sind somit auch günstiger in der Anschaffung. Hier muss jedoch gesagt werden, dass der Brennwert der Nadelhölzer geringer ist als bei Buche oder Eiche – sie zünden schneller, brennen schneller und heller, jedoch ist die Dauer der Wärmeabgabe durch die Glut der Kohlen sehr eingeschränkt. Und tatsächlich spricht nichts dagegen, auch andere Holzarten – Obstbäume, Kastanien, Birken usw. – als Brennholz zu nutzen. Wichtig ist einzig und alleine die richtige Trocknung vor der Verbrennung.

Altholz als kostengünstige Alternative

Durch die steigenden Energiepreise sind leider auch die Brennholzpreise in die Höhe gegangen. Als eine kostengünstige Alternative hat sich Altholz bewährt. Schalungshölzer, Paletten, Dachstühle und Balken können sehr gut als Brennholz genutzt werden. Hier ist es jedoch extrem wichtig darauf zu achten, dass keine anderen Beschichtungen aufgetragen worden sind, wie zum Beispiel Lacke oder Farben. Zudem dürfen diese Hölzer auch nicht chemisch (z. B. gegen Würmer) behandelt worden sein. Ebenfalls unzulässig sind Holzwerkstoffe, die aus verpresstem Span bestehen (Pressspanplatten, OSB, MDF), als auch Plattenwerkstoffe aus verleimten Hölzern (Tischlerplatten, Multiplex usw.), da die Verbrennung solcher Hölzer Schadstoffe freisetzt. Zudem ist bei der Aufbereitung dieser Hölzer explizit darauf zu achten, geeignete Werkzeuge zu verwenden. Diese sollten nagelfest sein; bei Schrauben ist besondere Vorsicht geboten, da es hierfür keine geeigneten Sägeblätter gibt.

Wo bekomme ich Brennholz her?

Klassisch ist der Weg über das jeweilige Forstamt: Hier werden jedes Jahr Kontingente bereitgestellt und in Auktionen veräußert. Wer ein eigenes Waldstück pachtet, kann sogar selbst die Bäume legen – entsprechende Ausbildung und Ausrüstung vorausgesetzt. Hierfür sind jedoch entsprechende Transportmöglichkeiten notwendig, die nicht jeder bereitstellen kann. Zudem muss das Holz ja auch weiterverarbeitet werden – schneiden auf Maß, spalten und einen geeigneten Platz zum Trocknen haben; i. d. R. trocknet Holz mindestens zwei, optimal jedoch drei Jahre.

Darüber hinaus gibt es diverse Möglichkeiten, Holz verschiedener Stufen der Weiterverarbeitung zu bekommen: Man kann sich auf 1 m Länge geschnittenes und gespaltenes, frisches Holz auf sein Grundstück stapeln und entsprechend lange trocknen lassen. Hier gibt es verschiedene Techniken, das Holz sollte stets gut durchlüftet und in der Sonne liegen, idealerweise oben abgedeckt, um vor Regen zu schützen. Oder man bestellt sich schon getrocknetes Holz, auf Wunsch auch schon auf 25 cm bzw. 30 cm Länge geschnitten, je nach Ofengröße. Dies kann durch kleine, nebengewerbliche Anbieter erfolgen oder auch durch größere Brennholzwerke.

Wer hin und wieder ein gemütliches Feuer in seinem Kaminofen im Wohnzimmer anmachen will, kann sich unter bestimmten Umständen im Wald behelfen: Im kleinen Umfang darf man Äste, die von selbst auf den Boden fallen, aus den staatlichen Wäldern mitnehmen und nutzen. Wir empfehlen jedoch eindringlich, mit dem jeweiligen Forstamt Kontakt aufzunehmen und die Einzelheiten abzuklären, da hier deutschlandweit sehr unterschiedliche Regelungen anzutreffen sind und eine generelle Aussage bzw. Empfehlung nicht ausgesprochen werden kann. Zudem wird eine ausdrückliche Genehmigung – ein sog. Holzsammelschein – benötigt, andernfalls macht man sich strafbar.

Welche Säge für den Zuschnitt?

Theoretisch kann jede Säge genutzt werden. Ist der Baum gefällt, werden die groben Zuschnitte mit einer Kettensäge ausgeführt. Nach dem Spalten kommt dann meist eine Wipp-Kreissäge, oder bei Profis eine größere Trommelsäge zum Einsatz. Die Wipp-Kreissäge ist das sicherste und zuverlässigste Werkzeug für diese Aufgabe. Zur Not kann aber auch eine ausreichend große Tischkreissäge genutzt werden, wenngleich weniger komfortabel. Und wer Altholz verarbeitet, hat aufgrund der kleineren Maße sogar noch mehr Möglichkeiten: Hier kann eine Säbelsäge oder sogar eine Stichsäge genutzt werden.

Empfohlene Kreissägeblätter für den Brennholz-Zuschnitt

ProduktEigenschaftØArt.-Nr.
Wood Rip CutKreissägeblatt700 mm111-42140
Heavy DutyKreissägeblatt, nagelfest700 mm111-31168
Max PowerKreissägeblatt, nagelfest700 mm811-31161
Race TrackKreissägeblatt700 mm811-42140

Die passenden Kreissägeblätter – auch in nagelfester Ausführung für Altholz – finden Sie in unserem Shop.

Alles rund ums Brennholz: Holzarten, Trocknung und die richtigen Werkzeuge

Aus dem GEMAX Magazin

Dieser Beitrag stammt aus dem GEMAX Magazin · Ausgabe Q2 2026. Das komplette Magazin als PDF ansehen →

GEMAX Magazin · Ausgabe Q2 2026 – Seite 18
GEMAX Magazin · Ausgabe Q2 2026 – Seite 19

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